Bandbreite

Im Moment läuft auf Muling.lu alles etwas langsamer. Grund ist eine Störung bei Iweb, meinem Hoster. Aus irgendeinem Grund habe ich anstelle meiner 100 mbit/s nur noch 2-3 mbit/s in/out. Also nicht wundern bei dicken Mailanhängen, downloads oder ähnlichem. Schon der morgendliche rsync Backup Job stopft fast die ganze Leitung. Und ich habe nur 2 mbit/s Zuhause, zum Backup Server. Das schlimme ist, dass ich seit 3 Tagen nix mehr vom Support gehört habe :-( . Das gleiche Problem hatte ich vor ein paar Tagen schon einmal. Da reichte eine kleine Mail aus, und die haben das sofort in den griff gekriegt. Für 2 Tage. dmesg ist auch nicht sehr hilfreich:

[   12.795789] e1000: eth0: e1000_watchdog: NIC Link is Up 100 Mbps Full Duplex, Flow Control: RX
[...]
[   42.522001] e1000: eth0: e1000_watchdog: NIC Link is Up 10 Mbps Full Duplex, Flow Control: None
[   42.524908] ADDRCONF(NETDEV_CHANGE): eth0: link becomes ready

Dann werd ich denen halt noch ne Mail schicken. Bis jetzt bin ich ja sehr zufrieden gewesen mit dem Support dieses Hosters, aber sowas geht gar nicht.


Update: Auch wenn das schon ne Weile her ist, und ich schon lange den Server gewechselt hab. (Nicht deswegen, ich war mit iWeb immer zufrieden und bin gewechselt da ich keine Virtual Extensions hatte.) Die Lösung war einfach, ich habs selbst rausgefunden da ich nicht auf den Support warten wollte.


ethtool -s eth0 autoneg on

Damit zwingt man die Karte zur autonegotiation. Warum das Problem aber auftrat weiß ich nicht, wahrscheinlich haben die nen Switch gewechselt oder so.

Molly-Guard

Sitzt ihr auch manchmal sehr lange mit sehr vielen ssh Sessions auf noch mehr Servern? Ja? Dann ist es euch sicher auch mal passiert dass ihr einen reboot zum falschen Server gejagt habt.

Ich hatte das gestern, als ich den Testserver herunterfahren wollte. Erwischt hab ich den Mailserver. Ouch! Also hab ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten gemacht sowas in Zukunft zu vermeiden. Gefunden habe ich Molly-Guard.

Ein Molly-Guard ist normalerweise ein Schutz vor dem Netzschalter eines Servers. Er schützt vor dem unbeabsichtigten ausschalten des selben. Dieses kleine Script macht das gleiche in Software. Bei Debian Lenny z.b. ist es in den Repositories.

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apt-get install molly-guard

Wenn man dann versucht den Server neuzustarten oder herunterzufahren muss man den richtigen hostnamen eingeben. Wenn nicht, sieht das so aus:

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sapsop:~# shutdown -h now
W: molly-guard: SSH session detected!
Please type in hostname of the machine to shutdown: $someServer
Good thing I asked; I won't shutdown sapsop ...
W: aborting shutdown due to 30-query-hostname exiting with code 1.
sapsop:~#

Das Paket macht nichts anderes als einen Symlink für shutdown,halt,poweroff und reboot unter /usr/sbin/ anzulegen. Diese Zeigen auf das Molly-Script unter /usr/share/molly-guard/shutdown.
Natürlich sollte man weiterhin die Augen offen halten und sich nicht blind darauf verlassen dass molly-guard einem den Arsch rettet. Früher oder später stösst man auf einen Server der das nicht installiert hat und Zack hat man den Salat.