Sitzt ihr auch manchmal sehr lange mit sehr vielen ssh Sessions auf noch mehr Servern? Ja? Dann ist es euch sicher auch mal passiert dass ihr einen reboot zum falschen Server gejagt habt.
Ich hatte das gestern, als ich den Testserver herunterfahren wollte. Erwischt hab ich den Mailserver. Ouch! Also hab ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten gemacht sowas in Zukunft zu vermeiden. Gefunden habe ich Molly-Guard.
Ein Molly-Guard ist normalerweise ein Schutz vor dem Netzschalter eines Servers. Er schützt vor dem unbeabsichtigten ausschalten des selben. Dieses kleine Script macht das gleiche in Software. Bei Debian Lenny z.b. ist es in den Repositories.
1 | apt-get install molly-guard |
Wenn man dann versucht den Server neuzustarten oder herunterzufahren muss man den richtigen hostnamen eingeben. Wenn nicht, sieht das so aus:
1 2 3 4 5 6 | sapsop:~# shutdown -h now W: molly-guard: SSH session detected! Please type in hostname of the machine to shutdown: $someServer Good thing I asked; I won't shutdown sapsop ... W: aborting shutdown due to 30-query-hostname exiting with code 1. sapsop:~# |
Das Paket macht nichts anderes als einen Symlink für shutdown,halt,poweroff und reboot unter /usr/sbin/ anzulegen. Diese Zeigen auf das Molly-Script unter /usr/share/molly-guard/shutdown.
Natürlich sollte man weiterhin die Augen offen halten und sich nicht blind darauf verlassen dass molly-guard einem den Arsch rettet. Früher oder später stösst man auf einen Server der das nicht installiert hat und Zack hat man den Salat.


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